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Von A-Z

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Allergien und die damit verbundenen Krankheitsbilder wie allergisches Asthma, allergischer Schnupfen oder Neurodermitis / Hauterkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Allergisch zu reagieren bedeutet, auch im übertragenen Sinne: überempfindlich mit unangemessener starker Abwehr auf etwas zu reagieren. Im medizinischen Sinne allergisch reagiert der Körper, wenn er bestimmte Stoffe so abwehrt, dass die eigene Reaktion ihm mehr zu schaffen macht, als die auslösenden Stoffe.

Fotos: Lungenfachklinik Immenhausen

Weltweit leiden zur Zeit 20% der Kinder unter Allergien. Etwa 22% der Weltbevölkerung haben allergischen Schnupfen (Rhinitis) und 300 Millionen sind Asthmatiker. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten im Jahr 2010 schon 40-50% der Weltbevölkerung eine entsprechende Allergieform entwickeln. 1960 gab es lediglich 3% Allergiker, 1995 waren es bereits rund 30%. Wissenschaftler befürchten, dass in wenigen Jahrzehnten weltweit jeder an einer Allergie leiden wird. Dabei sind Allergien keine Bagatell-Erkrankung: An Asthma sterben weltweit mehr als 180.000 Menschen jährlich, davon 2700 Menschen in Deutschland. Auch eine Überempfindlichkeit gegen Insektengift kann tödlich verlaufen. 2-3% der Deutschen sind gegen Bienen- und Wespengift allergisch.

Da Haut und Schleimhäute (in den Augen, Atemwegen und im Verdauungssystem) die erste Barriere gegen Eindringlinge bilden, sind sie am häufigsten von allergischen Reaktionen betroffen. Die jeweilige Reaktion eines Organismus auf ein Allergen kann sehr unterschiedlich ausfallen, ist aber meistens mit vielerlei unangenehmen allergietypischen Beschwerden verbunden. So kann sich eine Allergie zum Beispiel äußern mit einer geschwollenen, laufenden Nase, tränenden und juckenden Augen (bei Pollenallergie); mit Hautausschlägen infolge Modeschmuck oder Jeans-Nieten (bei Nickelallergie); oder mit Juckreiz am Gaumen und Übelkeit (nach dem Genuss von Lebensmitteln).
Es gibt eine große Zahl von Stoffen, die besonders starke Allergene darstellen. Das Fatale ist, dass es sich hierbei meistens um Substanzen handelt, mit denen wir täglich Kontakt haben. Häufig ist nicht die "künstlich hergestellte Chemie" der Verursacher, sondern alltägliche Naturprodukte wie zum Beispiel Gräserpollen oder Milch. Besonders häufige Allergieauslöser sind neben Blütenpollen und Lebensmitteln auch Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Insektengifte, Nickel, Latex sowie Inhaltsstoffe von Kosmetika oder Haushaltschemikalien. Das macht eine Vermeidung der allergieauslösenden Stoffe manchmal sehr schwierig.

Welcher Stoff eine Allergie auslöst, scheint auch vom Lebensalter abzuhängen. Im Säuglingsalter sind häufiger Nahrungsmittel und nur selten Pollen die Auslöser, später gewinnen Pollen als Allergene aber immer mehr an Bedeutung. Warum das Auftreten von Allergien in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, kann man sich derzeit noch nicht schlüssig erklären. Neben genetischen Faktoren, kommen für diesen zunehmenden Trend eigentlich nur Veränderungen in den Lebensbedingungen als Ursache in Frage. Dazu zählt paradoxerweise die zunehmende Hygiene, die zu einer völlig neuen Beanspruchung des Immunsystems führt. Die heutigen, verbesserten hygienischen Verhältnisse haben zwar viele Infektionskrankheiten (wie zum Beispiel. Tuberkulose, Pest, Cholera usw.) besiegt, das Immunsystem wird dadurch aber quasi unterfordert, so dass es zu einer Überbewertung anderer Fremdstoffe kommen kann. Das führt dann dazu, dass eigentlich harmlose Stoffe im häuslichen und beruflichen Umfeld Allergien auslösen.

Es gibt deutschlandweit etwa 25% Allergiker. Insbesondere an Heuschnupfen leidet in Deutschland mittlerweile jeder Vierte. Vor allem Kinder sind immer häufiger von Allergien betroffen. Aber auch bei Erwachsenen verbreiten sich die überschießenden Abwehrreaktionen immer stärker. Ihre Empfindlichkeit gegenüber Allergenen steigt stetig an, wie englische Wissenschaftler in einem Experiment mit Männern (40-64 Jahre) feststellten. Während 1975 noch 30% der Probanden auf ein Gemisch aus elf Allergenen allergisch reagierten, waren es 1998 bereits 42%.